LEHR:WERKSTATT

Ich bin in diesem Schuljahr in die Rolle des Lehrers hineingewachsen, ohne damit überfordert zu sein, völlig ohne Druck.

Lehr:werkerin

Projektträger:

Tübingen School of Education

Die Tübingen School of Education ist eine fakultätsübergreifende, wissenschaftliche Einrichtung, die Aktivitäten in Studium, Lehre und Forschung in der Lehrer*innenbildung an der Univeristät Tübingen koordiniert, organisiert und realisiert. Die Themen der Ausbildung werden in den sechs Arbeitsbereichen: Studium und Lehre, Inklusion & Diversität, Professionsbezug, Forschung und Nachwuchsförderung gebündelt und bearbeitet.

Bei der Lehr:werkstatt handelt es sich um eine alternative Praktikumsform für Lehramtsstudierende im Bachelor of Education.

Meine Tandempartnerin hat noch nicht viel Erfahrung im Unterrichten. Ich habe mich am Wochenende hingesetzt und Material für sie erstellt, damit sie für die ersten Schritte der Unterrichtsplanung etwas in der Hand hat. An der Uni bekommen die so etwas kaum mit. Vielleicht sollte man das für alle machen.

Lehr:mentorin

Projektbeschreibung:

Anstelle des dreiwöchigen Orientierungspraktikums arbeiten die Studierenden („Lehr:werker“) in der Lehr:werkstatt mit einer Lehrkraft („Lehr:mentor“) im Tandem zusammen, gestalten und erleben den Schulalltag über ein ganzes Schuljahr hinweg. In verschiedenen Formen des Team-Teachings können sie sich selbst und das Unterrichten erproben. Die Tandems finden über einen Matching-Prozess zusammen und werden in ihrer Zusammenarbeit unterstützt.

Research – Relevance – Responsibility Mission Statement

Projektziele:

Der Teamgedanke soll in den Lehrerzimmern gestärkt werden und neue Methoden wie „Teamteaching“ sollen Einzug finden. Studierende erhalten so die Möglichkeit, intensiv mit erfahrenen Lehrkräften zusammenzuarbeiten und vertiefende Einblicke in den Lehrerberuf und dessen Alltag zu erhalten. Schulische Strukturen und Themen aus Lehrersicht können über ein ganzes Schuljahr hinweg kennengelernt werden. Den angehenden Lehrer*innen wird die Möglichkeit gegeben, Unterrichtserfahrungen zu sammeln und sich langsam in die Rolle der Lehrkraft einzufinden. Durch zwei „Lehrkräfte“ pro Klasse können Schüler*innen individueller gefördert werden. („Mehr Mensch pro Schüler“)

Projektort:

Tübingen, Baden-Württemberg

Projektstart:

2016

Zielgruppe(n) des Projekts:

Lehramtsstudierende im Bachelor of Education (Lehramt Gymnasium) und Lehrkräfte

Ziel der Förderung:

Durch die verbesserte Unterrichtsqualität und den höheren Personalschlüssel soll eine individuellere und differenziertere Betreuung von Schüler*innen ermöglicht werden. Angehende Lehrer*innen sollen Unterstützung erfahren und frühzeitig realistische Praxiserfahrungen sammeln können. Durch einen Austausch auf Augenhöhe können neue Impulse im Unterrichtsalltag aufgenommen werden. („Mehr Team in der Schule“)

Art der Förderung:

Übernahme der Begleitkosten der Lehr:werker und Lehr:mentoren, Realisierung von Workshops, Unterstützung beim Matching-Prozess

Laufzeit der Förderung:

Seit 2017; jährlich

3 Fragen an … Andrea Seitz & Anna Ginkel, Projektverantwortliche

 

Wofür steht Ihr Projekt?

Die Ergebnisse der Bildungsforschung zeigen, dass hohe Unterrichtsqualität maßgeblich von den Kompetenzen der Lehrkräfte abhängt: Ihr fachliches Wissen, ihre Reflexionsfähigkeit und Bereitschaft zum Perspektivwechsel tragen entscheidend zum Unterrichtserfolg bei. Die Lehr:werkstatt steht für „Mehr Team in der Schule“ und für „Mehr Mensch pro Schüler“. Das Kernstück ist hierbei das Tandem aus eine/r Lehramtsstudierende/n und einer Lehrkraft, welches über einen Matchingprozess zusammenfindet und über ein ganzes Schuljahr zusammenarbeitet.


Was möchten Sie mit Ihrem Projekt erreichen, welche Ziele verfolgen Sie?

Neue Wege zu gehen und Neues auszuprobieren fällt zu zweit leichter. Damit die Chemie im Tandem aus Lehr:werker*in und Lehr:mentor*in stimmt, werden die Tandems mit Hilfe eines professionellen Matching-Verfahrens sorgfältig zusammengestellt – nach Studienfach, aber auch nach Erwartungen und Persönlichkeitsmerkmalen. So sind beste Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Lehr:werker*in und Lehr:mentor*in sich gut ergänzen und auf einer stabilen Vertrauensbasis gegenseitiges Feedback geben können. So wird ein neuer Möglichkeitsraum für alle Beteiligten geschaffen: Lehrkräfte haben die Chance, Beobachtungen im Klassenraum gemeinsam zu reflektieren und zu zweit Neues auszuprobieren. Lehramtsstudierende erhalten frühzeitig einen realistischen Einblick in die Praxis und haben genügend Zeit, in die Rolle der Lehrkraft hineinzuwachsen und ihre professionelle Persönlichkeit zu entwickeln. Die SchülerInnen können individueller betreut werden und profitieren langfristig von einer Verbesserung der Unterrichtsqualität.


Wie erleben Sie die Förderung der NEUMAYER STIFTUNG, wie ist Ihr Verhältnis zur Stiftung, wie würden Sie diese beschreiben?

Wir erleben die Zusammenarbeit mit der NEUMAYER STIFTUNG als sehr unterstützend und verlässlich. Seit vielen Jahren steht die NEUMAYER STIFTUNG unserem Projekt als Partnerin zur Seite, fördert Weiterentwicklungen und ist uns eine wichtige Feedback-Geberin.

Kontaktdaten des Projektträgers:

Tübingen School of Education
Wilhemstraße 31
72074 Tübingen
Telefon: +49 (0)7071 2975667
E-Mail: info@tuese.uni-tuebingen.de
www.uni-tuebingen.de/einrichtungen/zentrale-einrichtungen/tuebingen-school-of-education-tuese/tuese/