Aktuelles zu unseren Stipendiat*innen

AKTUELLES ZU UNSEREN STIPENDIAT*INNEN

In Zeiten geschlossener Schulen und Online-Unterricht werden wir häufiger gefragt, wie die aktuelle Situation an den – der NEUMAYER STIFTUNG verbundenen – Internaten aussieht und wie die Bildungsangebote für die Stipendiat*innen sichergestellt werden.

Hier ein kurzer Überblick:

In der Jahrgangsstufe 12 wurden alle externen Schülerinnen und Schüler auf das Internatsgelände geholt. Präsenzunterricht findet in den Leistungskursen und in den Prüfungsfächern M, D statt, der restliche Unterricht geschieht online.

In der Jahrgangsstufe 11 wurden ebenfalls alle externen Schülerinnen und Schüler auf das Schulgelände geholt. Präsenzunterricht findet in den Leistungskursen und den Prüfungsfächern M, D statt, aller weiterer Unterricht wird online durchgeführt.

In der Jahrgangsstufe 10 haben die Internatsschüler Präsenzunterricht in Mathematik, Englisch, Deutsch und einer 2. Fremdsprache, hierbei werden die Externen über Internet zugeschaltet. Alle anderen Fächer werden für alle Schüler*innen online unterrichtet.

Weitere Informationen zu den Leistungsstipendien der NEUMAYER STIFTUNG finden Sie hier.

KIFA kommt an – auch in Altensteig

KIFA kommt an – auch in Altensteig

Das von der NEUMAYER STIFTUNG operativ geförderte systemische Bildungsprogramm KIFA wird mit Beschluss des Gemeinderates der Stadt Altensteig (Landkreis Calw in Baden-Württemberg) jetzt auch in der Städtischen Kindertagesstätte Welkerstraße angeboten – in der Kindertagesstätte in der Karlstraße ist das KIFA-Bildungsprogramm bereits im Einsatz.

Die Stadt Altensteig fördert das KIFA-Programm mit 4000 Euro.

Mit dem KIFA-Angebot soll eine Erziehungs- und Bildungskompetenz der Eltern, die Chancengerechtigkeit für alle Kinder sowie der Aufbau aktiver Elternnetzwerke erzielt werden.

Frauen in Konfliktländern siebenfach durch Pandemie benachteiligt

Frauen in Konfliktländern siebenfach durch Pandemie benachteiligt

Die kürzlich veröffentlichte Studie Unheard Unseen: Ein Briefing zu Covid-19 des Projektpartners der NEUMAYER STIFTUNG Women for Women Intenrational macht darauf aufmerksam, dass existentielle Herausforderungen während Covid-19 vor allem für Frauen deutlich gestiegen sind.

Laut Women for Women International verstärkt die Pandemie die globale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und das schon vorher da gewesene Machtgefälle enorm. Frauen sind weltweit sozial und wirtschaftlich am stärksten benachteiligt, am deutlichsten spürbar wird das in von Konflikt und Armut betroffenen Ländern und Regionen.

Women for Women International arbeitet seit vielen Jahren mit Frauen in Konfliktländern wie Afghanistan, Irak und Südsudan. Die NEUMAYER STIFTUNG fördert die Implementierung in der bisher nicht erreichten afghanischen Region Panjshir im Hindukusch.

„Aus unseren Projektländern wissen wir, dass Frauen in fragilen und Konfliktländern in siebenfacher Weise und unverhältnismäßig stark von den Folgen der Pandemie betroffen sind. Dieses Briefing baut auf unseren Erfahrungen und Erkenntnissen auf.“ So Caroline Kent, Direktorin Deutschland für Women for Women International in Hamburg.

Bei Ausbruch der weltweiten Pandemie war das professionelle Team durch ihr Netzwerk und die jahrelange Erfahrung in der Lage, innerhalb weniger Tage auf die Situation und die Schließung der Trainingszentren zu reagieren. Im ganzen Land konnten essentielle Schutzausrüstung verteilt und die lokale Bevölkerung für den Umgang mit dem neuartigen Virus sensibilisiert werden.

Das nun veröffentlichte Papier zeigt fünf Bereiche auf, in denen Women for Women International besonders großen Handlungsbedarf sieht. Es skizziert außerdem, wie wichtig es ist, für marginalisierte Frauen in Konfliktländern Räume zu schaffen, in denen sie ihre Erfahrungen mit anderen teilen und Einfluss auf Veränderungen nehmen können. Women for Women International arbeitet ununterbrochen daran, die Trainingszentren in Panjshir schon in diesem Monat – unter Einhaltung eines elaborierten Hygienekonzepts – wieder öffnen zu können.

Wirksamkeit der KIFA Pädagogik während des Lockdown erneut bekräftigt

Wirksamkeit der KIFA Pädagogik während des Lockdown erneut bekräftigt

Beim kürzlich stattfindenden KIFA-Auswertungstreffen der Stadt Geislingen im Rathaus wurde vor Allem die Wirksamkeit des einzigartigen pädagogischen Konzepts während der Krise und der damit einhergehenden Schließung der Kindertageseinrichtungen hervorgehoben.

Elke Klüver, KIFA-Koordinatorin für die Stadt Geislingen freut sich in einer Pressemitteilung: „jedem der KIFA-Mütterkurse [gelang es] während des Lockdowns, getreu dem Motto „Wer will, findet Wege …“ mediale Brücken zueinander zu bauen und im Erfahrungs- und Ideenaustausch kreativ verbunden zu bleiben. Selbst in dieser Krisensituation hat sich gezeigt: KIFA macht Kinder und Familien stark!“

Das für die Teilnehmerinnen kostenlose Elternbildungsprogramm ist seit 2012 fester Bestandteil einer erfolgreichen Elternarbeit in drei Geislinger Kindertageseinrichtungen. Dabei zielt KIFA vor allem darauf ab, einen Raum des Austausches zu schaffen und die teilnehmenden Mütter zu stärken. Alle vierzehn Tage treffen sich interessierte Kindergarten-Mütter in der Einrichtung, alle sind herzlich willkommen. Anhand der KIFA-Materialien wird über Themen wie Medienerziehung, Ernährung oder kulturelle Vielfalt gesprochen.
Die Impulse für die Themen kommen von den Müttern selbst: jede Gruppe entscheidet gemeinsam, welche Themen in ihrem Erziehungsalltag relevant sind.

Angeleitet werden die Elternkurse von einer Mentorin. Das Besondere daran: die Mentorin ist selbst eine Mutter aus der Kita, die die Möglichkeit bekommt, sich pädagogisch zu qualifizieren und dabei von einer Fachkraft des Kindergartens begleitet wird.

Während des Lockdown profitierten die Mütter von dem Netzwerk und den Freundschaften, die durch die KIFA-Kurse entstanden sind. Selbst wenn man sich nicht persönlich treffen konnte, fand ein Austausch virtuell oder übers Telefon statt.

Elke Klüver bekräftigt, dass alle in Geislingen an KIFA Beteiligten, Mütter, Mentorinnen, Fachkräfte und Einrichtungsleitungen hochmotiviert hinter dem pädagogischen Konzept stehen:
„Das KIFA-Konzept knüpft an die Ressourcen der Familien an, stärkt ihre Erziehungs- Bildungs- und Sprachkompetenzen, und belebt das interkulturelle Miteinander. Durch die Aktivierung zu bewusster Mitsprache, Mitwirkung und Mitbestimmung wird Partizipation ermöglicht und auch die Identifikation mit der Kita und die gegenseitige Wertschätzung zwischen Eltern und Kita-Team angeregt.“

KIFA ist ein operatives Projekt der NEUMAYER STIFTUNG und bewährt sich seit rund zwanzig Jahren in mittlerweile über fünfzig Einrichtungen in ganz Baden-Württemberg.

Technologien der Zukunft

Technologien der Zukunft

Talente fördern – Erfolge schaffen! – Auf diesem Leitspruch aufbauend hat es sich der Verein „Forscher/innen für die Region e.V.“ aus Ohlsbach, der neuer Projektpartner der NEUMAYER STIFTUNG ist, zum Ziel gesetzt, junge Menschen für MINT-Fächer zu begeistern.

Insbesondere im Bereich der „Life Sciences“, das umfasst die Molekularbiologie, Mikrobiologie, Zellbiologie und Biochemie, besteht nicht nur ein großes Interesse seitens der Jugendlichen, da die aktuelle Forschung oft noch nicht Einzug in den Schulunterricht gefunden hat. Die Technologien in diesen Bereichen legen außerdem einen der wichtigsten Grundsteine für die nachhaltige Forschung der Zukunft.

„Gerade in der derzeitigen Situation wird die enorme Bedeutung von wissenschaftlicher Forschung sichtbar. Insbesondere nach der Corona-Krise werden Forschungsprojekte zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit von großer Bedeutung sein. Um die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von morgen auszubilden, wollen wir die Grundlagen für das Erleben und Erforschen von nachhaltigen Themen in unseren Räumlichkeiten schaffen.“ So Daniel Heid vom FRO e.V.

Der Fokus liegt dabei auf Nachhaltigkeitsthemen wie der Algenbiotechnologie.

„Auf Initiative der Jugendlichen hin wollen wir in diesem Rahmen auch einen Beitrag zur Reduzierung des Kunststoffmülls im Labor leisten, der bei lebenswissenschaftlicher Forschung leider in größeren Mengen anfällt.“

Ein immer größeres Interesse an Algen und Biokraftstoffen führte bereits zu zwei Forschungsprojekten von Jugendlichen. Um einer wachsenden Anzahl Interessierter gerecht zu werden, entsteht ein Pilotprojekt mit den Schwerpunkten Algen-Biotechnologie, Biokraftstoffe und Feinchemikalien sowie Schmutzwasseraufbereitung.

Junge naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schüler aus dem Einzugsgebiet haben die Möglichkeit, eigenständige Forschungsprojekte umzusetzen. Sie erhalten damit einen Raum zur Verwirklichung ihrer Potenziale und werden auch mit der gesellschaftlichen Dimension von wissenschaftlicher Arbeit konfrontiert.

Digitaler Kinderschutz – Zu Risiken und Nebenwirkungen der Pandemie

Digitaler Kinderschutz – Zu Risiken und Nebenwirkungen der Pandemie

Training in Medien – und damit wirksame Präventionsarbeit in digitalem Kinderschutz leistet der Verein Innocence in Danger e.V. seit fast zwanzig Jahren. Seitdem setzt sich der Verein unermüdlich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch und pornographischer Ausbeutung im Internet ein.

Auf Initiative der NEUMAYER STIFTUNG und in Kooperation mit dem Schulamt Offenburg und der BRO werden aktuell Lehrkräfte durch Innocence in Danger im Ortenaukreis geschult. In mehreren aufeinander aufbauenden Modulen lernen diese, Risiken früh zu erkennen, einzuschätzen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

„Der sichere und gewaltfreie Umgang für Kinder und Jugendliche muss im Netz möglich sein. Aufklärung, Prävention und Internetschulungen für Kinder, Eltern und Lehrer sind wichtige Instrumente, damit dies gelingt. Die digitale Welt ist durch Corona für Kinder und Jugendliche noch präsenter geworden.“, so Geschäftsführer der BRO, Dominik Fehringer.

Der steigende Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen ist unstrittig und unaufhaltsam – durch die Covid-19-Pandemie, Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen verbrachten Kinder- und Jugendliche vom Grundschul- bis zum Abiturientenalter sogar noch deutlich mehr Zeit vor den Bildschirmen. Eine Sonderbefragung des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest ergab, dass die Mediennutzung im Alltag der 12 – 19-Jährigen während der ersten Phase der Schulschließungen deutlich zugenommen hat.