Kunstoff-Recycling-Mobil eine Woche in Gutach

Kunststoff-Recycling-Mobil eine Woche in Gutach

Eine Woche lang, vom 18. Juli bis zum 22. Juli 2022, war das Kunststoff-Recycling-Mobil der „Save Nature Group“ auf dem Hof der Hasemann-Schule zu Besuch in Gutach. Die Einladung kam vom Verein zur Förderung der Kinder und Jugendlichen in Gutach.

Rund 140 Schul- und Kindergartenkinder haben in dieser Zeit viel über Müll erfahren. Zudem haben sie miterlebt, wie aus Müll Neues entstehen kann. Engagiert sammelten die Kinder dazu Müll oder brachten sogar ihren eigenen Hausmüll mit. Dann wurde kräftig in die Pedale getreten. Das Plastik, das sonst im Müll gelandet wäre, wurde so mit Muskelkraft zu Granulat geschreddert, erhitzt und dann in Form gebracht. Am Ende durften die Kinder die so entstandenen Lineale und Kunststoffklammern in den Händen halten.

Es konnte damit eindrucksvoll gezeigt werden, dass Abfälle keinesfalls Abfälle bleiben müssen, sondern wiederverwertet werden können und sogar auf welche Weise dies geschehen kann. Durch das Mobil lernen Kinder „echtes Recycling kennen“, sagte begeistert Brigitte Haas, Abfallberaterin des Ortenaukreises, dem Schwarzwälder Boten.

Das Projekt wurde von der NEUMAYER STIFTUNG mitfinanziert.  

Filderstadt: Mütter durch Austausch und praktisches Erleben stärken

Filderstadt: Mütter durch Austausch und praktisches Erleben stärken

Sie hat sich bewährt: Die Schulung von Müttern im Bildungsprogramm KIFA durch die Neumayer-Stiftung. Im Kindergarten „Auf der Burg“ wird dieses Programm bereits seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt. Die Fortbildung wird nun zusätzlich auch im Kindergarten „Wielandstraße“ angeboten. Die Zielsetzung: Die Mütter werden durch das Miteinander, den Austausch und das gemeinsame praktische Erleben gestärkt. Mütter, die aus dem Kreis der Elternschaft stammen, werden professionell begleitet und zu Mentorinnen qualifiziert. In den Teams, die sie dann leiten, werden beispielsweise Fragen zur Medienerziehung oder Ernährung thematisiert. Das macht die Mütter selbstbewusster und sicherer, was sich dann auch in der Erziehung widerspiegelt. Über den Zeitraum von einem Jahr haben Mütter in diesen Kleingruppen mit etwa acht Personen die Möglichkeit, sich im geschützten Kreis auszutauschen. Die Anmeldung erfolgt direkt in den genannten Einrichtungen. Die dafür anfallenden Kosten übernimmt zum größten Teil die Stadt Filderstadt. die durch die Materialien und fachliche Begleitung der NEUMAYER STIFTUNG gefördert wird. Die Vertragsunterzeichnung durch Stefan Hörz (stellvertretender Leiter des Amts für Familie, Schulen und Vereine) erfolgte im Beisein von Katrin-Bogenschütz-Langanki (Kindergartenfachberaterin), Sabrina Messing (Leiterin Kindergarten Wielandstraße), Jeanette Widmann-Birk (Sozialer Dienst) und Sonja Michel (Neumayer-Stiftung).                 Text: Silke Strobel

Einer von über fünfzig Wassertagen fand gestern in Stuttgart statt

Einer von über fünfzig Wassertagen fand gestern in Stuttgart statt

„Es ist nicht so wichtig sein Ziel zu erreichen – viel wichtiger ist, eine Vision zu haben, an der man festhält und die man mit dem Herzen verfolgt.“ (Pascal Rösler)

Gestern fand einer von fünfzig Wassertagen, die der Verein Pure Water for Generations e.V. dieses Jahr in ganz Deutschland durchführt, in Stuttgart statt.
Jeder Wassertag, an dem eine oder mehrere Klassenstufen einer Schule teilnehmen, beginnt an einem Ort, den man zunächst nicht mit Wasser in Verbindung bringt: im Kino. Pascal Rösler, Vereinsgründer und Visionär hinter dem Projekt steht dort Rede und Antwort zum Film „2467km – Eine Reise bis ins Schwarze Meer“ der zeigt, wie er selbst 2017 mit einem Stand-Up-Paddle-Board von München über Isar und Donau bis zum Schwarzen Meer paddelte. Und das vor allem aus einem Grund: Aufsehen erregen für die schlechte Wasserqualität eines unserer wichtigsten Flüsse in Europa und Menschen mit seiner Vision mitzureißen: „Ich will, dass das Wasser der Donau bis 2042 wieder trinkbar ist“.

Nach dem Film ging es für die fünfzig Teilnehmer*innen der Waldschule Degerloch an den Max-Eyth-See. An vier verschiedenen Stationen erfahren die Schülerinnen und Schüler etwas zum Thema Wasser und was es damit zu tun hat, kurze Momente der Stille in den eigenen Alltag einzubauen. Die Verbindung der Sensibilisierung für das Wasser, Grundelement allen Lebens auf der Erde, mit dem Thema Achtsamkeit spielt eine wichtige Rolle in der Arbeit des Vereins. Geleitet ist diese Herangehensweise von folgender Überzeugung: nur wer lernt, sich mit sich selbst und den eigenen Bedürfnissen zu verbinden, kann auch ein Gefühl dafür entwickeln, dass die uns umgebende Natur ein großer Teil davon ist.
Manches wissen die Schülerinnen und Schüler schon: wieviel Prozent der Wasservorkommen auf der Erde sind Trinkwasser? Warum darf man im Max-Eyth-See nicht baden?
Manches überrascht dann doch: wie landet die Plastikflasche, die im Neckar schwimmt am Ende auf meinem Teller?

Am Nachmittag fährt das geschulte Team rund um Pascal Rösler dann mit den Teilnehmer*innen aufs Wasser – ausgerüstet mit Stand-Up-Paddle-Board, Schwimmwesten und Equipment stellen alle gemeinsam fest: „wir versuchen, am besten nicht hineinzufallen, das Wasser hier ist ziemlich schmutzig.“

Die NEUMAYER STIFTUNG fördert in 2022 die Umsetzung von rund 50 Wassertagen in ganz Deutschland. Einen Eindruck, was die Schülerinnen und Schüler an einem Wassertag erleben, vermittelt dieses Video aus 2021.