Neumayer Häuser

Neumayer Häuser

NEUMAYER HÄUSER

Die NEUMAYER HÄUSER sind ein solidarisch-soziales Wohnmodell in Hausach, in dem sich bedürftige Menschen aus unterschiedlichen Familienkonstellationen und Verhältnissen und unabhängig von ihrer Herkunft begegnen und gegenseitig in der Gemeinschaft unterstützen können.

Warum ein solidarisch-soziales Wohnprojekt?

Oft sind es temporäre oder wenig beeinflussbare Umstände, die Menschen an den Rand der Gesellschaft drängen. Um diese Menschen zu unterstützen, hat sich die NEUMAYER STIFTUNG zum Ziel gesetzt, bezahlbaren Wohnraum in Hausach für die Region Kinzigtal zur Verfügung zu stellen.

In 19 Wohneinheiten, die von Ein- bis Fünfzimmerwohnungen variieren, entsteht mit den NEUMAYER HÄUSERN  Wohnraum für in Not geratene Menschen und damit ein sozialer Lebensraum, der Modell und Impulsgeber für die gemeinsame Antwort auf eine der aktuellen gesellschaftlichen Fragen ist.

Die NEUMAYER HÄUSER sind als präventives Angebot zu verstehen mit dem Ziel, die persönliche Situation der Mieterinnen und Mieter innerhalb von 5 Jahren zu stabilisieren und einem sozialen Abstieg proaktiv entgegenzuwirken.

Als Partner für die NEUMAYER HÄUSER konnte die Stiftung das Diakonische Werk Ortenau gewinnen.

Die NEUMAYER HÄUSER sind eine Antwort auf eine hochaktuelle Frage, die momentan an vielen Stellen diskutiert wird. Gemeinsam wollen wir die Herausforderung annehmen, gemeinschaftliches Leben für die Zukunft, bezahlbaren Wohnraum und Angebote im ländlichen Raum zu gestalten, die sich am Bedarf der lokalen Gesellschaft orientieren.

Astrid Schimmelpenninck, Vorständin Projekte

Warum ein solidarisch-soziales Wohnmodell in der ländlichen Region Hausach?

Die NEUMAYER STIFTUNG setzt sich für eine von sozialem Zusammenhalt und Chancengerechtigkeit geprägte Gesellschaft ein, in der Menschen füreinander da sind und Verantwortung übernehmen. Dem Stifter Hansjürgen Neumayer war es ein Anliegen in Not geratenen Menschen in Hausach bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen.

Die NEUMAYER HÄUSER begegnen damit einer der drängendsten sozialen Fragen unserer Zeit: Die Unterversorgung an bezahlbarem Wohnraum trägt stark zum wachsenden Armutsrisiko von Familien, Alleinerziehenden und älteren Menschen bei. Selbst Normalverdiener finden oft keinen bezahlbaren Wohnraum mehr. Wohnungsnot trifft in aller Härte besonders Menschen, die Aufgrund einer körperlichen oder psychischen Erkrankung, Mietschulden oder einen Schufa- Eintrags sowie anderen schwierigen Situationen auf dem freien Wohnungsmarkt keine Chance haben.

In urbanen Gebieten wird bereits auf diese Versorgungslücke reagiert. In ländlichen Gebieten ist sie bekannt, tritt jedoch oft verdeckter auf und Lösungsansätze lassen an vielen Stellen auf sich warten. Die NEUMAYER HÄUSER sollen einen Modellcharakter für den ländlichen Raum haben.

Wer wird in den NEUMAYER HÄUSERN wohnen?

Das solidarisch-soziale Wohnmodell NEUMAYER HÄUSER richtet sich im Sinne der NEUMAYER STIFTUNG an Alleinstehende, Paare, Familien und Senioren, deren finanzielle Mittel nicht ausreichen, um sich auf dem freien Wohnungsmarkt angemessenen Wohnraum leisten oder diesen halten zu können.

Diese Personen verfügen meist über ein eigenes Einkommen, benötigen dennoch staatliche Förderung und verspüren ständigen finanziellen Druck. Sie sind den kooperierenden sozialen Institutionen bekannt. Das Risiko einer vollständigen Abhängigkeit vom staatlichen Hilfesystem und ein damit verbundener sozialer Abstieg soll durch das Angebot der NEUMAYER HÄUSER gesenkt und vermieden werden.

Das solidarische Wohnmodell der NEUMAYER STIFTUNG ist ein Zeichen für das enge Band der Stiftung an die Heimat – und ebenso ein im wahrsten Sinne des Wortes wichtiger Baustein für den Wohnungsbau in unserer Gemeinde. Mit den NEUMAYER HÄUSERN wird eine Lücke im Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum geschlossen.

Wolfgang Hermann, Bürgermeister der Stadt Hausach

Was umfasst das „Wohnen plus“?

Das Projekt ist als Präventionsangebot und Übergangshilfe zu verstehen: Not leidende Menschen bekommen in den NEUMAYER HÄUSERN die Möglichkeit, ihre persönliche Situation innerhalb von fünf Jahren zu stabilisieren – sozial, psychisch und/ oder finanziell. Anschließend sollen die Mieterinnen und Mieter Angebote auf dem freien Wohnungsmarkt wahrnehmen können.

Das Konzept des solidarisch-sozialen Wohnens lebt von der Durchmischung von in Not geratenen Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen und Verhältnissen. Sie sollen gezielt die Möglichkeit bekommen, durch ein zentrales und gemeinschaftsförderndes Wohnsetting „zurück in die Gesellschaft“ zu kommen.

Oft haben die Mieterinnen und Mieter kein Familiengefüge im Hintergrund. Umso wichtiger ist es, dass Nachbarschaftshilfe, eine gut funktionierende Hausgemeinschaft und die Übernahme von Verantwortung innerhalb der Hausgemeinschaft durch das Wohnkonzept angeregt werden. Das solidarisch-soziale Wohnen soll auf einen Lebensstil des gegenseitigen Miteinanders und Füreinander inmitten der Gemeinschaft abzielen.

Da mit den strukturellen Bedingungen der Zielgruppe spezifische Bedarfe einhergehen, ist eine sozialpädagogische Begleitung sowie die enge Vernetzung mit den sozialen Einrichtungen, Vereinen und Gruppierungen im Kinzigtal Teil des Konzepts. Hierfür konnte das Diakonische Werk Ortenau in Hausach als Partner gefunden werden.

Eine Begleitung im Einzelfall sowie Angebote zur Stärkung der Hausgemeinschaft bei gleichzeitiger Förderung der Persönlichkeitsentwicklung sind essenzielle Bestandteile der NEUMAYER HÄUSER. Das Diakonische Werk Ortenau in Hausach nimmt dabei eine vermittelnde Funktion ein.

Neben dem vielschichtigen Konzept, das in jedem Bereich komplett auf Hausach und seine Bedürfnisse ausgerichtet ist, überzeugte uns auch die große Erfahrung des Diakonischen Werks Ortenau in der Region sowie das Team, das die NEUMAYER HÄUSER gemeinsam mit uns entwickelt hat.

Astrid Schimmelpenninck, Vorständin Projekte

Gemeinschaftliches Wohnen als Chance

Das Wohnangebot der NEUMAYER HÄUSER soll als Stabilisierungsphase dienen, mit dem Ziel, dass die Mieterinnen und Mieter nach bis zu fünf Jahren in der Lage sind, selbst- und eigenständig Wohnraum auf dem freien Wohnungsmarkt finden und halten zu können.

 

Projektverlauf / Meilensteine

2023 Die NEUMAYER HÄUSER sind 2023 bezugsfertig.
Die NEUMAYER STIFTUNG wird dann mit einem Stiftungsbüro vor Ort vertreten sein.
Mai 2022 Interessierte Bürger*innen sowie die Stadtverwaltung und Mitglieder des Hausacher Gemeinderates bekommen am 9. Mai 2022 die Gelegenheit, die Baustelle der NEUMAYER HÄUSER zu besichtigen. In der anschließenden öffentlichen Gemeinderatssitzung wird über das bauliche und inhaltliche Konzept der NEUMAYER HÄUSER berichtet.
September 2021 Symbolischer erster Spatensticham 15. September 2021 : Die Bauarbeiten für die NEUMAYER HÄUSER beginnen. Auf insgesamt 1.233 m² entstehen 19 Wohneinheiten in drei Punkthäusern.
Dezember 2020 Architekt Benjamin Schmider aus Hausach wird mit der Planung und Errichtung der NEUMAYER HÄUSER beauftragt.
Mai 2020 Der Verkauf des Grundstücks des ehemaligen Badenwerk Areals in Hausach zwischen der Stadt Hausach und der NEUMAYER STIFTUNG wird vollzogen – damit fällt der offizielle Startschuss für den Bau des solidarischen Wohnmodells.
November 2019 Den Zuschlag zur weiteren Konzeptentwicklung erhält das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau.
Sommer 2019 Zur Ermittlung eines erfahrenen Betreibers führt die NEUMAYER STIFTUNG ein Interessensbekundungsverfahren durch. Die potenziellen Betreiber bewerben sich mit einem Gesamtkonzept zur Nutzung.
Frühjahr 2019 Angebot eines geeigneten Grundstückes im Badenwerkareal, Inselstraße mit einer Grundstücksfläche von ca. 2.500 m² durch die Stadt Hausach an die NEUMAYER STIFTUNG.

 

Kontaktdaten des Projektträgers:

NEUMAYER STIFTUNG
Königstraße 28
70173 Stuttgart
Email: neumayer-haeuser@neumayer-stiftung.de
www.neumayer-stiftung.de

Corona-Hilfen

Corona-Hilfen

CORONA-HILFEN

Projektträger:

Caritasverband Kinzigtal e.V., Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau und Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Wolfach e.V.

Jeder Mensch kann plötzlich in Not geraten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Um zu verhindern, dass Menschen durch eine oft unverschuldete Notsituation wie Unfälle, Krankheiten oder Schicksalsschläge in Schwierigkeiten kommen und gänzlich abrutschen, bieten Caritasverband Kinzigtal e.V. und Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau unbürokratisch und kurzfristig Hilfe an, wenn es keine andere (staatliche) Hilfe gibt. 

Projektbeschreibung:

Die Folgen der Covid-19-Krise sind nicht nur gesundheits- und wirtschaftspolitisch schwerwiegend. Die Ungewissheit für die zahlreichen Menschen, die schon vor der Covid-19-Krise mit knappen Mitteln auskommen mussten bzw. am Existenzminimum lebten, ist während der Pandemie groß. Viele haben Angst, mit dem Kurzarbeitergeld sich und ihre Familie nicht ernähren zu können oder ihre Arbeitsstelle ganz zu verlieren.
Mit der über die NEUMAYER STIFTUNG veranlasste Soforthilfe werden die gewährten Sozialleistungen aufgestockt.

Diakonisches Werk
Die Kirchliche Allgemeine Soziale Arbeit (Einzelfallhilfe) öffnet Räume, die es Ratsuchenden ermöglicht, Fragen, Unsicherheiten oder auch Widersprüche bei der Lebensgestaltung zu klären. Sie knüpft an den Kompetenzen der Ratsuchenden an und befähigt sie, sich für Veränderungen ihrer Lebenssituation selbst einzusetzen. Sie sorgt für Rückhalt, stellt Informationen bereit und leistet konkret Hilfestellung. Die Beratenden verfügen über Methoden und Fähigkeiten, vertrauensvolle Kontakte herzustellen und die Handlungsfähigkeit Ratsuchender zu stärken.

Caritas
Wir sind immer da, wenn Hilfe nötig ist.

Mission Statement

Projektziele:

Ziel ist eine finanzielle Soforthilfe für Menschen in (vor Krisenbeginn) sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen zur Überbrückung oder Aufstockung der gewährten Leistungen.

Projektort:

Hausach und Umgebung, Baden-Württemberg

Projektstart:

Mai 2020

Zielgruppe(n) des Projekts:

Menschen in einer durch Covid-19 ausgelösten einmaligen und unverschuldeten Notsituation, die bei der Sozialberatung der Wohlfahrtsverbände angebunden sind.

Ziel der Förderung:

Unbürokratische Hilfe für Menschen, die durch die Covid-19-Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten sind.

Art der Förderung:

Soforthilfe für die Bedürftigen

Laufzeit der Förderung:

Mai 2020 –  fortlaufend während der Covid-19-Pandemie

2 Fragen an … die Projektverantwortlichen Constanze Blank, Sozialpädagogin Caritasverband Kinzigtal e.V., Katja Buß, Sozialpädagogin, Diakonisches Werk Hausach, und Mario Herrmann, Dienststellenleiter Offenburg/Hausach

 

Was möchten Sie mit Ihrem Projekt erreichen, welche Ziele verfolgen Sie?

Mario Herrmann: Wir wollen Menschen in besonderen schwierigen Lebenslagen wieder neuen Mut und Hoffnung vermitteln, so dass sie wieder handlungsfähig werden.


Wie erleben Sie die Förderung der NEUMAYER STIFTUNG, wie ist Ihr Verhältnis zur Stiftung, wie würden Sie diese beschreiben?

Constanze Blank: Die NEUMAYER STIFTUNG hilft schnell, unbürokratisch, konzentriert und zügig. Die Hilfe bedeutet für die Menschen eine unglaubliche Erleichterung.

Mario Herrmann: Wir erleben die NEUMAYER STIFTUNG als hilfreiche und kompetente Partnerin mit schneller und unbürokratischer Unterstützung für Menschen in Notlagen im ländlichen Raum.

Kontaktdaten des Projektträgers:

Caritasverband Kinzigtal e.V.
Sandhaasstraße 4
77716 Haslach
Telefon: +49 (0)7832 999550
E-Mail: info@caritas-kinzigtal.de

Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau
Dienststelle Hausach, Körperschaft des öffentlichen Rechts
Eichenstraße 24
77756 Hausach
Telefon: +49 (0)7831 96690
Fax: +49 (0)7831 966955
E-Mail: hausach@diakonie-ortenau.de
www.diakonie-ortenau.de

DRK Kreisverband Wolfach e. V.
Hauptstrasse 82c
77756 Hausach
Telefon: +49 (0)7831 93550
Fax: +49 (0)7831 935555
E-Mail: info@kv-wolfach.drk.de
www.kv-wolfach.drk.de

Einzelfallhilfe

Einzelfallhilfe

EINZELFALLHILFE

Wir wollen Menschen in größter Not helfen und, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, da sein.

Constanze Blank, Sozialarbeiterin

Projektträger:

Caritasverband Kinzigtal e.V., Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau und Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Wolfach e.V.

Jeder Mensch kann plötzlich in Not geraten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Um zu verhindern, dass Menschen durch eine oft unverschuldete Notsituation wie Unfälle, Krankheiten oder Schicksalsschläge in Schwierigkeiten kommen und gänzlich abrutschen, bieten Caritasverband Kinzigtal e.V. und Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau unbürokratisch und kurzfristig Einzelfallhilfen an, wenn es keine andere (staatliche) Hilfe gibt.

Ich finde das Projekt sehr gut. Es ist immer wieder schön zu erleben, wie gut die Zusammenarbeit mit der Stiftung ist, um Menschen in Notlagen nachhaltig und unbürokratisch zu helfen. Besonders beeindruckt mich die schnelle und unkomplizierte Abwicklung sowie die Offenheit und die lösungsorienierte Arbeitsweise bei schwierigen Fällen.

Katja Buß, Sozialpädagogin, Diakonisches Werk Hausach

Projektbeschreibung:

Für Menschen in Not bietet das Einzelfallhilfe-Projekt eine unterstützende Hand. Für viele Notlagen gibt es keine öffentlichen Hilfsangebote und bürokratische Hürden verhindern oft eine rechtzeitige Hilfe – an dieser Stelle greift die Einzelfallhilfe von Caritas, DRK und dem Diakonischem Werk. Die Hilfe erfolgt bedarfsgerecht und soll dazu dienen, den Menschen in seiner Selbsthilfe zu unterstützen. Die Mitgestaltung der Betroffenen wird gefordert und gefördert.

Fall „Mobilität“

Eine alleinerziehende Mutter von vier Jungen im Alter zwischen drei und vierzehn Jahren brauchte dringend Unterstützung. Sie lebte nach der Trennung von ihrem suchtkranken Ehemann am Ortsrand bei ihrer Mutter. Das Auto war das einzige Verkehrsmittel, mit dem sie zu ihrem ehrenamtlichen Engagement bei der Nachbarschaftshilfe gelangen konnte, die ihr viel bedeutete. Das Auto musste dringend repariert werden, um eine TÜV-Plakette zu bekommen. Die ganze Familie war durch die mangelnde Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel angewiesen auf das Familienauto. Von Unterhaltsvorschuss und Hartz4 konnte die Mutter die Reparaturen nicht bezahlen. Die NEUMAYER STIFTUNG übernahm die Reparaturen, um der Familie in der schwierigen Lebenssituation zur Seite zu stehen.

Diakonisches Werk
Die Kirchliche Allgemeine Soziale Arbeit (Einzelfallhilfe) öffnet Räume, die es Ratsuchenden ermöglicht, Fragen, Unsicherheiten oder auch Widersprüche bei der Lebensgestaltung zu klären. Sie knüpft an den Kompetenzen der Ratsuchenden an und befähigt sie, sich für Veränderungen ihrer Lebenssituation selbst einzusetzen. Sie sorgt für Rückhalt, stellt Informationen bereit und leistet konkret Hilfestellung. Die Beratenden verfügen über Methoden und Fähigkeiten, vertrauensvolle Kontakte herzustellen und die Handlungsfähigkeit Ratsuchender zu stärken.

Caritas
Wir sind immer da, wenn Hilfe nötig ist.

Mission Statement

Projektziele:

Menschen in Krisen- und Ausnahmesituationen eine helfende Hand bieten und ihnen genau die Unterstützung in einem Notfall zukommen zu lassen, die es ermöglicht, dass sie selbst aktiv weiter an einer Verbesserung ihrer Situation arbeiten können.

Projektort:

Ortenaukreis, Baden-Württemberg

Projektstart:

2008

Zielgruppe(n) des Projekts:

Alle Menschen in Notlagen

Fall „Zusammenführung“

Ein Ehepaar konnte sich über viele Jahre nicht sehen, weil die Frau sehr weit entfernt lebte und keine finanziellen Mittel für ein Flugticket vorhanden waren. (Die Frau war wegen einer schweren Erkrankung ihres Sohnes in ihr Herkunftsland gezogen, um ihn dort bis zum seinem Tod zu pflegen.) Der Ehemann litt psychisch massiv unter der Trennung und die 60-jährige Frau hatte den sehnlichen Wunsch bei ihm zu sein. Die NEUMAYER STIFTUNG übernahm unbürokratisch die Flugkosten und ermöglichte der Frau eine Rückkehr zu ihrem Ehemann.

Fall „Kinderbetreuung“

Eine Frau, die mit ihrem vierjährigen Kind vor dem gewaltätigen Ehemann fliehen musste, fand in der Gemeinde Kinzigtal eine Wohnung. Um weitere Übergriffe des Mannes zu verhindern, mussten Frau und Kind dort anonym leben und die Diakonie wurde einbezogen, um einen Schutzraum zu gestalten, in dem sich Mutter und Kind langsam stabilisieren konnten. Eine Tagesmutter, deren Kosten anteilig von der NEUMAYER STIFTUNG übernommen wurden, betreute das Kind zur Entlastung der Mutter, die dadurch persönlich zur Ruhe kommen, Anträge stellen und sich auf Arbeitssuche begeben konnte.

Ziel der Förderung:

Für Menschen, die durch eine Notlage auf ihrem Lebensweg ins „Wackeln“ geraten, soll durch eine ausgestreckte Hand nachhaltige Unterstützung ermöglicht werden. Unbürokratisch und ohne Hürden Mildtätigkeit möglich zu machen, die Notlagen im Leben von Bedürftigen entschärft, die einen Schritt weiter führt und dabei sehr individuell auf die Lebenssituation des Menschen eingeht, ist Ziel der Einzelfallhilfe.

Art der Förderung:

Kostenübernahme je nach Bedarf

Laufzeit der Förderung:

Seit 2008; unbefristet

Fall „Mietschulden“

Eine alleinerziehende Mutter von vier Kindern (eines davon mit Schwerbehinderung) suchte die Hilfe der Beratungsstelle, weil sie sich in einer für sie alleine unlösbaren Situation befand. Sie selbst konnte aufgrund der Lebenssituation nur in Teilzeit arbeiten, hatte keine finanzielle Rücklagen und wurde nun mit einer Eigenbedarfskündigung und einer hohen Nebenkostenabrechnung konfrontiert. Die NEUMAYER STIFTUNG hat die Nebenkostenabrechnung übernommen und damit eine Konzentration auf die Wohnungssuche ermöglicht.

3 Fragen an … die Projektverantwortlichen Constanze Blank, Sozialpädagogin Caritasverband Kinzigtal e.V., Katja Buß, Sozialpädagogin, Diakonisches Werk Hausach, und Mario Herrmann, Dienststellenleiter Offenburg/Hausach

 

Wofür steht Ihr Projekt?

Constanze Blank: Wir wollen Menschen in größter Not helfen und wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, da sein.


Was möchten Sie mit Ihrem Projekt erreichen, welche Ziele verfolgen Sie?

Mario Herrmann: Wir wollen Menschen in besonderen schwierigen Lebenslagen wieder neuen Mut und Hoffnung vermitteln, so dass sie wieder handlungsfähig werden.


Wie erleben Sie die Förderung der NEUMAYER STIFTUNG, wie ist Ihr Verhältnis zur Stiftung, wie würden Sie diese beschreiben?

Constanze Blank: Die NEUMAYER STIFTUNG hilft schnell, unbürokratisch, konzentriert und zügig. Die Hilfe bedeutet für die Menschen eine unglaubliche Erleichterung.

Mario Herrmann: Wir erleben die NEUMAYER STIFTUNG als hilfreiche und kompetente Partnerin mit schneller und unbürokratischer Unterstützung für Menschen in Notlagen im ländlichen Raum.

Fall „Kinderfreizeit“

Kinderarmut und das Aufwachsen in problematischen Verhältnissen bedeutet in Deutschland nicht, Hunger zu leiden. Trotzdem heißt es, dass Kinder schon früh auf vieles verzichten müssen, was für Gleichaltrige ganz selbstverständlich zur Kindheit gehört. Sie leben beengt, haben wenig Geld für gesundes Essen, Freizeitvergnügen oder Urlaub. Darum veranstaltet der Caritasverband Kinzigtal e.V. jährlich eine Kinderfreizeit für Kinder aus Familien, die beim Verband Hilfe gesucht haben. Die NEUMAYER STIFTUNG übernimmt die Kosten für Fahrt, Unterkunft und Verpflegung. Fernab des Alltags und des belasteten Umfeldes kommen die Jungen und Mädchen während einer viertägigen Freizeit in Hinterzarten zur Ruhe, können ihre Sorgen vergessen und in der Gemeinschaft eine gute Zeit verbringen. Für die überwiegende Mehrheit der Kinder ist diese Zeit der einzige Urlaub im Jahr, wo sie, für andere ganz selbstverständliche, Aktivitäten wie Fahrradfahren, gemeinsames Essen und Spielen genießen.

Kontaktdaten des Projektträgers:

Caritasverband Kinzigtal e.V.
Sandhaasstraße 4
77716 Haslach
Telefon: +49 (0)7832 999550
E-Mail: info@caritas-kinzigtal.de

Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau
Dienststelle Hausach, Körperschaft des öffentlichen Rechts
Eichenstraße 24
77756 Hausach
Telefon: +49 (0)7831 96690
Fax: +49 (0)7831 966955
E-Mail: hausach@diakonie-ortenau.de
www.diakonie-ortenau.de

DRK Kreisverband Wolfach e. V.
Hauptstrasse 82c
77756 Hausach
Telefon: +49 (0)7831 93550
Fax: +49 (0)7831 935555
E-Mail: info@kv-wolfach.drk.de
www.kv-wolfach.drk.de

Geburtshaus Freiburg

Geburtshaus Freiburg

GEBURTSHAUS FREIBURG

Projektträger:

Geburtshaus Freiburg e. V.

Die Initiative „Geburtshaus Freiburg e. V.“– bestehend aus einer Gruppe von Hebammen, Fachfrauen und Aktivistinnen – möchte mit der Errichtung eines Geburtshauses in der Stadt die Wahlfreiheit des Geburtsortes wieder herstellen und Frauen, Eltern, Familien und Kindern in Freiburg eine sichere und selbstbestimmte Geburt ermöglichen.

 

Projektbeschreibung:

Das geplante Geburtshaus bietet Familien die Möglichkeit, in einer Einrichtung außerhalb der Klinik ihr Kind zur Welt zu bringen – selbstbestimmt, interventionsarm und von Hebammen begleitet.

Welch wunderbares Geheimnis ist der Eintritt eines neuen Menschen in die Welt.
Leo Tolstoi

Mission Statement

Projektziele:

Familien werden in dem fertiggestellten Geburtshaus in den Phasen der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett von einer Hebamme 1:1 betreut und haben auch danach einen Ort, um sich über Themen rund um ein beziehungs- und bindungsorientiertes Familienleben zu informieren und mit anderen Eltern auszutauschen.

Projektort:

Freiburg, Baden-Württemberg

Projektstart:

Oktober 2020

Zielgruppe(n) des Projekts:

Schwangere Frauen und „werdende“ Familien in und um Freiburg

Ziel der Förderung:

Umbau einer Bestandsimmobilie für die Bedarfe des Freiburger Geburtshauses.

Art der Förderung:

Anteilig finanzielle Förderung des Umbaus.

Laufzeit der Förderung:

Oktober 2020 –
Fertigstellung des Geburtshauses

1 Frage an … Sarah Wong Herrlich, Hebamme


Wie erleben Sie die Förderung der NEUMAYER STIFTUNG, wie ist Ihr Verhältnis zur Stiftung, wie würden Sie diese beschreiben?

Das ehrliche Interesse für unser Projekt und die Unterstützung, die wir durch die NEUMAYER STIFTUNG erfahren haben, waren und sind ein wesentlicher „Katalysator“ für unsere Geburtshaus-Gründung.

Der Kontakt zur Stiftung und der Rückhalt, den wir hier erfahren dürfen, motiviert uns immer wieder aufs Neue und trägt maßgeblich dazu bei, dass wir unser Projekt wie geplant auf die Beine stellen können. Wir sind ausgesprochen dankbar für diese tolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe und das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Kontaktdaten des Projektträgers:

Geburtshaus Freiburg e. V.
Münsterplatz 32

79098 Freiburg
E-Mail: info@geburtshausfreiburg.com
www.geburtshausfreiburg.de