Bewerbungsphase für Hausacher Leselenz-Stipendien 2021/22 läuft

BEWERBUNGSPHASE FÜR HAUSACHER LESELENZ-STIPENDIEN 2021/22 LÄUFT

Alljährlich schreibt die Stadt Hausach gemeinsam mit dem – weit über die Stadtgrenzen Hausachs hinaus bekannten – Literaturfestival Hausacher LeseLenz und in Kooperation mit der NEUMAYER STIFTUNG sowie dem Hausacher LeseLenz-Förderverein drei Arbeits- und Aufenthaltsstipendien für Autor*innen aus:

Das „Amanda-Neumayer-Stipendium“ in der Kategorie Kinder- und Jugendliteratur erinnert an die Stifterin und Stifterfamilie der NEUMAYER STIFTUNG, die seit vielen Jahren das renommierte Literaturfestival Hausacher LeseLenz wesentlich unterstützt und fördert. Das Stipendium startet am 15. Oktober 2021 und endet am 15. Januar 2022.

Das „Gisela-Scherer-Stipendium“ wiederum ist Gisela Scherer, Mitbegründerin des Hausacher LeseLenzes und Ideengeberin der Stipendien, gewidmet. Das Stipendium wird sowohl in der Kategorie Lyrik und Prosa als auch in der Kategorie Kinder- und Jugendbuch vergeben (Stipendienzeitraum: 1. Februar 2022 – 30. April 2022).

Ein weiteres Stipendium für die Kategorie Lyrik oder Prosa findet vom 1. Juli 2021 bis 30. September 2021 statt.

Alle drei Stipendien umfassen jeweils die Bereitstellung einer mietfreien Wohnung in Hausach sowie ein Stipendiengeld in Höhe von 1.500 Euro pro Monat und Stipendium – und das ganz ohne Gegenleistung.

Bewerberinnen und Bewerber müssen eine eigenständige Publikation, die nicht im Eigenverlag erschienen ist, sowie einen „literarischen Fragebogen“ und eine Bio-Bibliographie einreichen.

Die Bewerbungsphase endet am 15. April 2021. Über die Vergabe der Stipendien entscheidet Ende Mai 2021 eine unabhängige Jury.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kulturangebote in der Pandemie

Kulturangebote in der Pandemie

Familien mit behinderten Angehörigen sind extrem vom Lockdown betroffen, ebenso wie Patient*innen in Krankenhäuser, Seniorinnen und Senioren in Einrichtungen und Menschen aller Altersgruppen, die aufgrund der Zugehörigkeit zur „Risikogruppe“ unter der nahezu absoluten Kontaktsperre leiden und einen eklatanten Mangel an Zuwendung erfahren.

Der Projektpartner der NEUMAYER STIFTUNG Musethica e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, die besondere Ausbildung von Nachwuchsmusiker*innen zu begleiten und es ihnen in diesem Rahmen zu ermöglichen, Menschen in schwierigen Lebenssituationen mit Musik zu erfreuen, ihnen Mut zu machen und sie für eine kurze Zeit aus ihrem Alltag heraus zu holen.

Mithilfe einer Zusatzförderung organisiert Musethica während der Pandemie kleine Konzerte in Gärten und Innenhöfen verschiedener Sozialeinrichtungen, die es den Teilnehmenden möglich machen, trotz der strengen Auflagen das kulturelle Angebot wahrzunehmen.
Evaluationen der letzten 4 Jahre mit mehr als 100 Interviews mit teilnehmenden Lehrenden, Studierenden und sozialen Einrichtungen dokumentieren den Erfolg der Musethica-Methode. Die Bewertung durch das Interdisciplinary Institute on Human Ecology and Sustainability (INTHERES), eine wissenschaftliche Studie des Karolinska Institute Stockholm sowie eine kürzlich erschienene Studie der WHO belegen die positive Wirkung der Kunst, insbesondere von Musik auf die körperliche und seelische Gesundheit.

10 Konzerte stehen bereits fest, viele weitere Einrichtung haben bereits Interesse bekundet.

LeseLenz im neuen Format erreicht noch mehr Interessierte

LeseLenz im neuen Format erreicht noch mehr Interessierte

Die Eröffnungsveranstaltung des Hausacher LeseLenz vergangenen Freitag war alles andere als gewöhnlich: die Zuschauer und -hörer versammelten sich in ihren Autos auf dem Platz des ehemaligen Badenwerk-Areals, um der Buchvorstellung des renommierten und mehrfach ausgezeichneten Autors Ilija Trojanow beizuwohnen.

Was aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Auflagen zunächst als aus der Not geborene Alternative entstand, entpuppte sich als großer Erfolg: laut Kurator und Initiator des LeseLenzes, José Oliver, erreichte die Auftaktlesung sogar noch mehr Interessierte als gewöhnlich.
Der Roman „Doppelte Spur“ hatte in Hausach Weltpremiere – Der Fischer-Verlag hatte sich nicht nur bereit erklärt, einige Exemplare schon vor offiziellem Erscheinungsdatum am 29. Juli für den Verkauf in Hausach bereitzustellen, sondern übertrug außerdem die gesamte Veranstaltung per live-Stream auf seiner Facebook-Seite.

Das angesehene Literaturfestival Hausacher LeseLenz findet seit 1997 während einer ganzen Woche im Juli in Hausach statt. Dieses Jahr werden sich die Veranstaltungen Corona-bedingt über den Zeitraum Juli bis Dezember erstrecken, zudem wird es digitale Formate und Angebote geben.

Eröffnung des LeseLenz 2.0 und Bekanntgabe der Hausacher Stadtschreiber

Eröffnung des LeseLenz 2.0 und Bekanntgabe der Hausacher Stadtschreiber

Am morgigen Freitag den 3. Juli 2020 findet der Auftakt zum renommierten Literaturfestival Hausacher LeseLenz zum ersten Mal seit seiner Entstehung im Jahr 1997 in neuem Format statt.
Im Setting eines Autokinos – „Literatourkino“ genannt – wird der Schriftsteller Ilija Trojanow, thematisch passend, seinen neuen Roman „Doppelte Spur“ vorstellen. Das Autokino wird in Hausach auf dem Gelände des ehemaligen Badenwerk-Areals stattfinden, dem Ort, an dem die NEUMAYER STIFTUNG zukünftig das solidarische Wohnprojekt NEUMAYER HAUS realisieren wird.

Wie die meisten Initiativen und Festivals im Kunst- und Kulturbereich stand auch der Hausacher LeseLenz vor der Herausforderung, trotz der „Corona-Pandemie“ und der damit einhergehenden Beschränkungen weiterhin bestehen zu können. Mit einem innovativen Ansatz, viel Engagement und Widerstand gegen alle Unwägbarkeiten hat der Initiator und Kurator José F. A. Oliver ein Format entwickelt, dass den LeseLenz 2.0 in veränderter Form ermöglicht. In einem Interview erklärt er, was die Gäste zwischen Juli und Dezember 2020 in Hausach erwartet.

Das diesjährige Amanda-Neumayer-Stipendium, das im Rahmen des LeseLenz in der Kategorie Kinder-und Jugendbuch vergeben wird, geht an Tobias Steinfeld. Der Düsseldorfer Autor wurde von einer dreiköpfigen Jury aus über fünfzig Bewerberinnen und Bewerbern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt. Die Poetik-Dozentur an der PH Karlsruhe, die normalerweise an dieses Stipendium gebunden ist, wurde auf Anregung der Jury hin in diesem Jahr anderweitig vergeben. Grund dafür sind die großen Verdienstausfälle, die Autorinnen und Autoren infolge der „Corona-Pandemie“ erleiden.

„Mit außergewöhnlichen Plots, schrägen Details und glaubwürdigen Figuren gelingt es Tobias Steinfeld mit Bravour und ohne auf die Moralpauke zu hauen, von Liebe und Tod, von schwierigen Lebensphasen, von Förderschülern und Schäfern zu erzählen und das alles so charmant und gewitzt, dass man die Bücher nicht mehr aus der Hand legen mag.“ So die Jury. Und damit gelang es Tobias Steinfeld auch, das Amanda-Neumayer-Stipendium zu erhalten, mit dem er ab Oktober für drei Monate in Hausach leben und arbeiten wird.

Die Stadtschreiber-Stipendien wurden vom LeseLenz im Jahr 2009 – dem 750. Jubiläums-Jahr der Stadt Hausach – in Koopertion mit Stadt und NEUMAYER STIFTUNG ins Leben gerufen.

Die offizielle Begrüßungsfeier für die Hausacher Stadtschreiber-Stipendiaten findet am Donnerstag, 17. September 2020 in Hausach statt.

Hausacher Stadtschreiberin Andrea Karimé verabschiedet sich

Hausacher Stadtschreiberin Andrea Karimé verabschiedet sich

Die Kinderbuchautorin Andrea Karimé hat am 12. Januar 2020 mit einer Abschiedslesung ihre Zeit als Hausacher Stadtschreiberin beendet. Das „Amanda-Neumayer-Stipendium“ ermöglicht jährlich Autor*innen einen dreimonatigen Aufenthalt im Hausacher „Molerhiisle“, wo sie sich ihrer literarischen Arbeit widmen können.

Zur Lesung war der Saal im Hausacher Rathaus fast vollständig belegt. Andrea Karimé zog mit ihrem Buch „Der Wörterhimmel des Fräulein Dill“ die Leser*innen in ihren Bann: Der Protagonistin in dem Buch, Fräulein Dill, ist ihr Wörterhimmel verloren gegangen. „Meeresjunge“ Dennis hilft, den Wörterhimmel mit Quatschwörtern zu füllen.

Bei der Lesung konnten die vielen kleinen Zuhörer*innen ihre Wortkreationen auf kleine Zettel schreiben und so Fräulein Dill helfen, den Wörterhimmel wieder zu füllen.

Eine rundum gelungene Abschiedslesung!

Das Amanda-Neumayer-Stipendium trägt seit 2017 den Titel der Stifterin und wird jährlich ausgeschrieben, um den Bereich der Literatur für Kinder und Jugendliche zu fördern.

Ein Interview des SWR mit Andrea Karimé finden Sie hier.

Musethica-Konzertkalender jetzt online

Musethica-Konzertkalender jetzt online

Freunde der klassischen Musik und des von der NEUMAYER STIFTUNG geförderten Musethica e.V. können ab sofort auch online sehen, wann und wo ein Konzert der Studierenden stattfindet – und zwar international.

Auf www.musethica.org ist seit Kurzem der ständig aktualisierte Kalender einzusehen – zuletzt fand am 13. Dezember unter der Leitung von Avri Levitan ein Konzert an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien statt. Mit Werken von György Ligeti: Metamorfosis Nocturnas, sowie Ludwig van Beethoven: Große Fuge in B Major – Opus 133 und String Quintet in C major – Opus 29.