Eröffnung des LeseLenz 2.0 und Bekanntgabe der Hausacher Stadtschreiber

Eröffnung des LeseLenz 2.0 und Bekanntgabe der Hausacher Stadtschreiber

Am morgigen Freitag den 3. Juli 2020 findet der Auftakt zum renommierten Literaturfestival Hausacher LeseLenz zum ersten Mal seit seiner Entstehung im Jahr 1997 in neuem Format statt.
Im Setting eines Autokinos – „Literatourkino“ genannt – wird der Schriftsteller Ilija Trojanow, thematisch passend, seinen neuen Roman „Doppelte Spur“ vorstellen. Das Autokino wird in Hausach auf dem Gelände des ehemaligen Badenwerk-Areals stattfinden, dem Ort, an dem die NEUMAYER STIFTUNG zukünftig das solidarische Wohnprojekt NEUMAYER HAUS realisieren wird.

Wie die meisten Initiativen und Festivals im Kunst- und Kulturbereich stand auch der Hausacher LeseLenz vor der Herausforderung, trotz der „Corona-Pandemie“ und der damit einhergehenden Beschränkungen weiterhin bestehen zu können. Mit einem innovativen Ansatz, viel Engagement und Widerstand gegen alle Unwägbarkeiten hat der Initiator und Kurator José F. A. Oliver ein Format entwickelt, dass den LeseLenz 2.0 in veränderter Form ermöglicht. In einem Interview erklärt er, was die Gäste zwischen Juli und Dezember 2020 in Hausach erwartet.

Das diesjährige Amanda-Neumayer-Stipendium, das im Rahmen des LeseLenz in der Kategorie Kinder-und Jugendbuch vergeben wird, geht an Tobias Steinfeld. Der Düsseldorfer Autor wurde von einer dreiköpfigen Jury aus über fünfzig Bewerberinnen und Bewerbern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt. Die Poetik-Dozentur an der PH Karlsruhe, die normalerweise an dieses Stipendium gebunden ist, wurde auf Anregung der Jury hin in diesem Jahr anderweitig vergeben. Grund dafür sind die großen Verdienstausfälle, die Autorinnen und Autoren infolge der „Corona-Pandemie“ erleiden.

„Mit außergewöhnlichen Plots, schrägen Details und glaubwürdigen Figuren gelingt es Tobias Steinfeld mit Bravour und ohne auf die Moralpauke zu hauen, von Liebe und Tod, von schwierigen Lebensphasen, von Förderschülern und Schäfern zu erzählen und das alles so charmant und gewitzt, dass man die Bücher nicht mehr aus der Hand legen mag.“ So die Jury. Und damit gelang es Tobias Steinfeld auch, das Amanda-Neumayer-Stipendium zu erhalten, mit dem er ab Oktober für drei Monate in Hausach leben und arbeiten wird.

Die Stadtschreiber-Stipendien wurden vom LeseLenz im Jahr 2009 – dem 750. Jubiläums-Jahr der Stadt Hausach – in Koopertion mit Stadt und NEUMAYER STIFTUNG ins Leben gerufen.

Die offizielle Begrüßungsfeier für die Hausacher Stadtschreiber-Stipendiaten findet am Donnerstag, 17. September 2020 in Hausach statt.

Hausacher Stadtschreiberin Andrea Karimé verabschiedet sich

Hausacher Stadtschreiberin Andrea Karimé verabschiedet sich

Die Kinderbuchautorin Andrea Karimé hat am 12. Januar 2020 mit einer Abschiedslesung ihre Zeit als Hausacher Stadtschreiberin beendet. Das „Amanda-Neumayer-Stipendium“ ermöglicht jährlich Autor*innen einen dreimonatigen Aufenthalt im Hausacher „Molerhiisle“, wo sie sich ihrer literarischen Arbeit widmen können.

Zur Lesung war der Saal im Hausacher Rathaus fast vollständig belegt. Andrea Karimé zog mit ihrem Buch „Der Wörterhimmel des Fräulein Dill“ die Leser*innen in ihren Bann: Der Protagonistin in dem Buch, Fräulein Dill, ist ihr Wörterhimmel verloren gegangen. „Meeresjunge“ Dennis hilft, den Wörterhimmel mit Quatschwörtern zu füllen.

Bei der Lesung konnten die vielen kleinen Zuhörer*innen ihre Wortkreationen auf kleine Zettel schreiben und so Fräulein Dill helfen, den Wörterhimmel wieder zu füllen.

Eine rundum gelungene Abschiedslesung!

Das Amanda-Neumayer-Stipendium trägt seit 2017 den Titel der Stifterin und wird jährlich ausgeschrieben, um den Bereich der Literatur für Kinder und Jugendliche zu fördern.

Ein Interview des SWR mit Andrea Karimé finden Sie hier.

Musethica-Konzertkalender jetzt online

Musethica-Konzertkalender jetzt online

Freunde der klassischen Musik und des von der NEUMAYER STIFTUNG geförderten Musethica e.V. können ab sofort auch online sehen, wann und wo ein Konzert der Studierenden stattfindet – und zwar international.

Auf www.musethica.org ist seit Kurzem der ständig aktualisierte Kalender einzusehen – zuletzt fand am 13. Dezember unter der Leitung von Avri Levitan ein Konzert an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien statt. Mit Werken von György Ligeti: Metamorfosis Nocturnas, sowie Ludwig van Beethoven: Große Fuge in B Major – Opus 133 und String Quintet in C major – Opus 29.