Digitaler Kinderschutz – Zu Risiken und Nebenwirkungen der Pandemie

Training in Medien – und damit wirksame Präventionsarbeit in digitalem Kinderschutz leistet der Verein Innocence in Danger e.V. seit fast zwanzig Jahren. Seitdem setzt sich der Verein unermüdlich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch und pornographischer Ausbeutung im Internet ein.

Auf Initiative der NEUMAYER STIFTUNG und in Kooperation mit dem Schulamt Offenburg und der BRO werden aktuell Lehrkräfte durch Innocence in Danger im Ortenaukreis geschult. In mehreren aufeinander aufbauenden Modulen lernen diese, Risiken früh zu erkennen, einzuschätzen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

„Der sichere und gewaltfreie Umgang für Kinder und Jugendliche muss im Netz möglich sein. Aufklärung, Prävention und Internetschulungen für Kinder, Eltern und Lehrer sind wichtige Instrumente, damit dies gelingt. Die digitale Welt ist durch Corona für Kinder und Jugendliche noch präsenter geworden.“, so Geschäftsführer der BRO, Dominik Fehringer.

Der steigende Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen ist unstrittig und unaufhaltsam – durch die Covid-19-Pandemie, Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen verbrachten Kinder- und Jugendliche vom Grundschul- bis zum Abiturientenalter sogar noch deutlich mehr Zeit vor den Bildschirmen. Eine Sonderbefragung des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest ergab, dass die Mediennutzung im Alltag der 12 – 19-Jährigen während der ersten Phase der Schulschließungen deutlich zugenommen hat.