DIGITALE BEZIEHUNGSKOMPETENZ PLUS

Jeder Vater, jede Mutter, jede Lehrerin, jeder Lehrer, jede Erzieherin und jeder Erzieher muss wissen, was passiert. Wir alle müssen uns endlich in aller Konsequenz diesem Thema stellen, um Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen.

Til Schweiger, Schauspieler

Projektträger:

Innocence in Danger e.V.

Innocence in Danger ist ein Verein, der Kinder vor sexuellem Missbrauch und pornografischer Ausbeutung im Internet schützen will. Der Verein macht auf die Gefahren im Internet aufmerksam, vernetzt Politik mit Jugendhilfeeinrichtungen und Pädagog*innen, um ein Bewusstsein für die Bedrohung im Netz zu schaffen.

Im Projekt „Digitale Beziehungskompetenz plus“ werden Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, zu „Smart Usern“ fortgebildet. „Smart User“ sind routiniert im Umgang mit digitalen Medien, aufmerksam für Risiken und sicher im Umgang mit Gefahrensituationen im Internet.

Die digitale Welt ist einladend, aufregend, verführerisch und bunt. Gleichzeitig ist sie besonders für Kinder und Jugendliche gefährlich. Der kurze Klick zum schnellen Kick kann weitreichende Folgen haben. Kinder greifen immer früher zu digitalen Spielzeugen und immer jüngere Kinder gehen online. Damit sie lernen sich in der bunten Welt gut zu bewegen, entwickelt der Verein Innocence in Danger wunderbare Präventionsprojekte.

Die Präventionsapp „Clever im Netz“ ist die erste ihrer Art. Sie zeigt Kindern zwischen 9 und 11 Jahren auf fröhlich, ermutigende Weise wie sie sich sicher in digitalen Welten bewegen können. Außerdem erklärt sie den Eltern, worauf sie achten müssen und wie sie ihren Kinder eine gute Hilfe sein können bei den ersten Schritten in eine neue Welt. Respektvoll, achtsam und mutig – das sind wichtige Attribute wenn man sich online bewegt. Das zu vermitteln hat sich Innocence in Danger zur Aufgabe gemacht und dabei unterstütze ich sie gerne.

Shary Reeves, Moderatorin

Projektbeschreibung:

Das Projekt „Digitale Beziehungskompetenz plus“ umfasst Schulungen und Vorträge für Fachkräfte, Pädagog*innen und Mitarbeiter*innen von Beratungsstellen in modularen Fortbildungsangeboten. Lerninhalte sind die Aufklärung über risikoreiche Situationen im Netz, die Herausforderungen der Gestaltung digitaler Beziehungen, Prävention und umsichtige Intervention. Die ausgebildeten Teilnehmer*innen vernetzen sich untereinander und unterstützen sich als Aktivist*innen für digitalen Kinderschutz.

WUSSTEST DU DASS …
… alles was du ins Netz hochlädst da bleibt und das Internet nichts vergisst?

Wir wollen durch Aufklärung sexuelle Anmache und Übergriffe mittels digitaler Medien verhindern.
Wir wollen, dass Anzeichen für sexuellen Missbrauch schneller erkannt werden und dass im Verdachtsfall umgehend gehandelt wird.
Wir wollen eine strafrechtliche Neubewertung des Kindesmissbrauchs.
Wir wollen die Datenlage zu den Themen mit wissenschaftlichen Mitteln verbessern.

Mission Statement

Projektziele:

Regional konzentriert wird ein Fortbildungsangebot zu den Themen Prävention und Intervention bei „Sexueller Gewalt mittels digitaler Medien“ implementiert. Diese Themen sollen obligatorischer Bestandteil von Lehrerausbildung und Lehrplänen werden.

Projektort:

Berlin

Projektstart:

2019

Zielgruppe(n) des Projekts:

Pädagogische bzw. psychologische Fachkräfte und Lehrkräfte aus den Bereichen Schule und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe

Ziel der Förderung:

Die Vermittlung von Fachwissen zum Themenkomplex (digitale, sexualisierte Gewalt an Kindern) ist Grundlage für Präventions- und Interventionsarbeit durch erwachsene Fachkräfte. Nur wer sich im digitalen Erlebnisraum der jüngeren Generation wirklich souverän bewegt, die Gefahren benennen kann und effiziente und kluge Wege der Reaktion auf digitale Übergriffe kennt, kann Kinder und Jugendliche schützen und begleiten.

Art der Förderung:

Durchführung der Fortbildungen in den zwei Modulen „Digitale Beziehungskompetenz“ und „Prävention und Intervention bei digitaler (sexueller) Gewalt“

Laufzeit der Förderung:

Seit 2019

1 Frage an … Julia von Weiler, Projektverantwortliche


Was möchten Sie mit Ihrem Projekt erreichen, welche Ziele verfolgen Sie?

In der Arbeit konzentrieren wir uns auf die „digitale Beziehungskompetenz“, das heißt Chancen und Risiken digitaler Beziehungsgestaltung sowie Prävention und (erste) Intervention bei digitaler (sexueller) Gewalt.

Sexueller Missbrauch geschieht überall auf der Welt und in jeder Gesellschaftsschicht.
Wegducken und glauben, wenn ich es nicht merken will, dann passiert auch nichts nützt nur den Tätern und Täterinnen. Denn so können sie gewiss sein, dass Kinder und Jugendliche immer noch lange suchen müssen, bevor ihnen jemand glaubt und hilft. Deshalb unterstütze ich die Präventionsarbeit von Innocence in Danger e.V.

Altersgemäße Aufklärung hilft Kindern und Jugendlichen, sich besser zu wehren. Eine entsprechende Aufklärung für das erwachsene Umfeld der Kinder und Jugendlichen ist notwendig, damit diese Kinder und Jugendlichen echte Ansprechpartner haben, wenn sie in Not geraten.

Til Schweiger, Schauspieler

„Cyber-Grooming“ ist ein Kunstwort. Gemeint sind damit Aktivitäten von Erwachsenen im Internet, die gezielt einen sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen vorbereiten.


Die Täter sind meist ältere Männer, die sich in sozialen Netzwerken gegenüber jungen Menschen als gleichaltrig ausgeben. Mit einem falschen Profil erschleichen sie sich das Vertrauen der Opfer und fühlen sich in ihrem Tun durch die Anonymität des Netzes sicher.

Die Opfer lernen ihre vermeintlichen Web-Freunde in der virtuellen Welt kennen, verlieben sich und treffen unter falschen Vorstellungen auf ihre Täter.


„Kinder und Jugendliche verlieren in der Netzwelt oft die Schutzmechanismen, die in ihrer realen Welt gelten, wiegen sich in Sicherheit und bauen schnell Hemmungen ab“, erklärt Julia von Weiler, Vorstand der Kinderschutzorganisation „Innocence in Danger“.

ARD / Das Erste

28.09.2016

Erfolge/Auszeichnungen:

„Smart User Peer2Peer Prävention“ wurde 2012 als hochinnovatives Projekt mit einem Preis des „Bündnis für Kinder. Gegen Gewalt.“ ausgezeichnet.

Kontaktdaten des Projektträgers:

Innocence in Danger e.V.
Holtzendorffstraße 3
14057 Berlin
Telefon: +49 (0)30 33007538
Fax: +49 (0)30 33007548
E-Mail: info@innocenceindanger.de
www.innocenceindanger.de