Wie KIFA Eltern in der Krise unterstützt

Die KIFA-Koordinatorin der Stadt Singen, Corinna Hämmerle, stellt in einem offenen Brief dar, warum Kinder- und Familienbildung KIFA gerade während und nach „Corona“ so wichtig ist.

„KIFA ist ein Elternbildungsprogramm. Durch Corona waren und sind Familien besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Es ist eine nie dagewesene und völlig neue Situation, die für die Familien eine hohe Belastung und ein großes Maß an Anpassungsfähigkeiten fordert. In dieser herausfordernden Situation ist die institutionelle Betreuung für Familien fast komplett weggefallen. Die Hürde sich in einer geschlossenen Einrichtung telefonisch Unterstützung zu holen ist hoch. Der Weg eine andere Mutter anzurufen ist für viele niederschwelliger zu begehen. Von Eltern zu Eltern Tipps und Tricks auszutauschen und sich gegenseitig Mut zum Durchhalten zuzusprechen ist daher gerade in der Krise ein wirkungsvoller Weg, um sich selbst aufzubauen und die Krise zu meistern.“

Kinder- und Familienbildung KIFA ist ein operatives Projekt der NEUMAYER STIFTUNG und bestärkt Mütter darin, sich zu vernetzen, in wichtigen Erziehungsfragen auszutauschen und von Erfahrungen der anderen zu profitieren. Durch regelmäßige Kurse und Treffen, die von einer Mütter-Mentorin durchgeführt werden, bilden die Teilnehmerinnen sich fort, erfahren wichtige Impulse für den Erziehungsalltag und stärken letztendlich die Beziehung zu ihren Kindern.

„Gerade durch Corona haben wir in den letzten Monaten eine Art Kontrollverlust erlebt, der unser Leben stark verändert und eingeschränkt hat. Das Gefühl von Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit in den Familien wieder zu stärken ist daher eine wichtige Aufgabe. KiFa bietet Eltern genau das, nämlich sich selbst im sicheren und vertrauten Rahmen so einzubringen und mit zu gestalten, dass Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen und Elternkompetenzen wachsen und alle gegenseitig voneinander profitieren.“

Wir danken Frau Hämmerle sehr für dieses Statement. Den kompletten Brief können sie hier lesen.