DIGITAL LEADERSHIP

Wir Schulleiterinnen und Schulleiter stehen beim Thema Digitalisierung der Schule und Digitalität in der Schule vor großen Herausforderungen. Sei das im Verwaltungsbereich oder in der Unterstützung in Lernprozessen. (…) Über dieses neue Lernen müssen wir uns intensiv austauschen und uns über Wege der Implementierung in Lehrerkollegien Gedanken machen.

Christoph Terglane, Rektor, Bildungszentrum Haslach im Kinzigtal

Projektträger:

Bildungsregion Ortenau e.V.

Der Verein „Bildungsregion Ortenau e.V.“ (BRO) bietet seinen Mitgliedern und kooperierenden Bildungsakteuren eine Plattform für Vernetzung, Interaktion und Entwicklung innovativer Projekte und Vorhaben in der Region. Verfolgt wird ein partizipativer Ansatz, der sich bewährt hat für die Vernetzung von Bildungspartnern und die Moderation von Bildungsprozessen.

„Digital Leadership“ ist ein auf eine Laufzeit von einem Jahr angelegtes Pilotprojekt des Vereines im ländlich geprägten Ortenaukreis, das Schulleitungen und ihre Teams für die im Kontext der Digitalisierung stattfindenden Schulentwicklungsprozesse qualifiziert und deren Umsetzung im Verlauf der einjährigen Weiterbildung begleitet.

Die Themen sind: Kulturelle Transformation, digitale Mündigkeit, Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien, Ausstattung und Support, Netzwerkbildung auch mit außerschulischen Partnern, Prozess- und Strategieentwicklung. Dabei ist die schulartübergreifende regionale Abstimmung von besonderer Bedeutung. Kommunale Verantwortliche und regionale Bildungsakteure sind deshalb von Anfang an eingebunden.

Die Digitalisierung revolutioniert unser Leben und Arbeiten fundamental. Um sich in dieser neuen Umwelt zurechtzufinden und die anstehenden Transformationsprozesse aktiv und gewinnbringend mitgestalten zu können, brauchen Schüler, Lehrer und Eltern einen klar strukturierten Plan. In dem Projekt „Digital Leadership“ ist es gelungen, relevante Akteure aus Pädagogik, Wirtschaft und Politik zusammenzuführen und eine digitale Agenda für die Schulen im Ortenaukreis zu entwickeln.

Herausragend haben wir neben der Vernetzung vor allem den Input von Vordenkern aus Wissenschaft, Forschung und Lehre empfunden sowie die differenzierte Analyse der Bedarfe für die Schulen vor Ort. Wir haben den Prozess nicht nur als Bereicherung, sondern als starken Impuls wahrgenommen, aus bekannten Strukturen auszubrechen und Schule und Unterricht ganz neu zu denken.

Achim Klare, Bürgermeister der Gemeinde Rust
Gabriele Häcker, Leitung Fachbereich Kinder und Jugend und Stabsstelle Bürgermeister

Projektbeschreibung:

„Digital Leadership“ bietet vier Weiterbildungsmodule mit den Themenkomplexen: Rolle der Schulleitungen im Transformationsprozess unter Berücksichtigung ethischer Dimensionen, Mediendidaktik, Kommunikationsplattformen und Lernmanagementsysteme und Digitalisierung in regionalen Bildungslandschaften.

Teilnehmer sind Schulleitungen und Lehrende ebenso wie Mitglieder aus Kommunalverwaltung und Unternehmen.

In regionalen Verbünden aus Schulen, Schulträgern und Bildungspartnern gestalten wir Lernumgebungen, die Kindern und Jugendlichen die Chance eröffnen, sich kompetent und selbstbestimmt in der von Digitalisierung geprägten Welt zu bewegen, diese mitgestalten zu können und keinen zurücklassen. Mission Statement

Projektziele:

Bildungsinstitutionen und Unternehmen arbeiten klug und vernetzt zusammen, damit sie in der Lage sind, junge Menschen auf die Herausforderungen der digitalen Wissensgesellschaft bestmöglich vorzubereiten. Die Kursteilnehmer*innen erhalten den nötigen Rahmen, um den Einfluss der Digitalisierung auf Lebenskultur und Schule zu reflektieren. Lehrende erhalten Orientierung und Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Schulen, damit Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe auch in Zeiten der rasanten kulturellen Veränderung durch die Digitalisierung gewährleistet bleibt. Es werden pädagogische Konzepte entwickelt, welche die Möglichkeit des personalisierten Lernens nutzen.

Nicht zuletzt bilden die beteiligten Schulen „Learning Communities“, Hospitations- und Lernorte für weitere Schulen. Gemeinsam mit außerschulischen Bildungspartnern und Kommunalverwaltungen werden lebensnahe Lernumgebungen entwickelt und eine Infrastruktur, die kommunenübergreifend technischen Support gewährleistet, etabliert.

Projektort:

Ortenaukreis, Baden-Württemberg

Projektstart:

Oktober 2018

Zielgruppe(n) des Projekts:

Schulleitungen und Teams aller Schulformen und sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren im Bereich der Bildungsregion Ortenau sowie Vertretungen aus Kommunalverwaltungen und Unternehmen.

Ziel der Förderung:

Die NEUMAYER STIFTUNG möchte durch ihr Engagement dazu beitragen, dass Bildungsbiographien vom Kindergarten bis ins Erwachsenenalter nachhaltig bereichert werden. Ziel ist es daher, die Strukturen in Bildungseinrichtungen der Region langfristig zu verbessern. Der Trägerverein Bildungsregion Ortenau ist langjähriger Projektpartner der Stiftung, die Förderung von Neuprojekten baut daher auf einem vorhandenen Fundament auf.

Art der Förderung:

Laufende Beratung bei der Ausrichtung des Pilotprojektes und die Finanzierung von Kursleitung und zusätzlicher Fachreferenten.

Laufzeit der Förderung:

2018; zunächst für ein Jahr (Pilotphase)

3 Fragen an … Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer (Vorstandsvorsitzender BRO), Projektleitung, Wolfgang Zink, Vorstandssprecher BRO, und Veronika Schönstein, Organisationsentwicklerin

 

Wofür steht Ihr Projekt?

Wir wollen mit dem Projekt einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit leisten. In der Qualifizierungsreihe findet auch eine Sensibilisierung für die Gefahren einer noch größeren Lücke zwischen bildungsnah und bildungsfern aufwachsenden Kindern statt. Der Zugang zu digitalen Endgeräten ist nach den Daten des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) bei allen Schüler*innen flächendeckend gegeben. Zu den Aufgabenfeldern im Rahmen der Digitalisierung gehört neben neuen mediendidaktischen Möglichkeiten und neuen Inhalten (z. B. Programmierung und Algorithmen), auch die Medienkompetenz für digitale und klassische Medien, bei der Schule als Bildungsort in einer Vorbildfunktion gefragt ist. Wirkung kann sie allerdings nur dann erzielen, wenn die verschiedenen Lebenswelten der Kinder eine gemeinsame Idee davon entwickeln, was ein sinnstiftender, verantwortungsvoller und für die Zukunft vorbereitender Nutzen von digitalen Medien sein kann und soll. Dafür erweitern und vertiefen wir die Kompetenzen der Verantwortlichen der Bildungsregion und bringen sie in Diskurs.


Was möchten Sie mit Ihrem Projekt erreichen, welche Ziele verfolgen Sie?

Kitas, Schulen und Hochschulen, Kommunen, Institutionen mit Bildungsanliegen und Unternehmen arbeiten intelligent zusammen, damit Kinder, Jugendliche, (junge) Erwachsene in der Region im jeweiligen Entwicklungsstadium individuell gestärkt werden und auf die Herausforderungen der digitalen Wissensgesellschaft bestmöglich vorbereitet sind.


Wie erleben Sie die Förderung der NEUMAYER STIFTUNG, wie ist Ihr Verhältnis zur Stiftung, wie würden Sie diese beschreiben?

Wir erleben die NEUMAYER STIFTUNG als konstruktiv-kritischen Freund, der uns stets hilft, den Blick zu weiten und so die Ziele im Sinne der Leitidee zu präzisieren.

Kontaktdaten des Projektträgers:

Bildungsregion Ortenau e.V.
In der Spöck 10
77656 Offenburg
Telefon: +49 (0)781 9686740
Fax: +49 (0)781 9686750
E-Mail: info@bildungsregion-ortenau.de
www.bildungsregion-ortenau.de