Gemeinsam an berufsbezogenen Kompetenzen arbeiten

Vorhaben

Um für den weiteren Lebens- und Berufsweg gerüstet zu sein, beziehen Schüler und Lehrer an der Wilhelmschule in Kehl die Ausbildung berufsbezogener Kompetenzen in den Schulalltag ein und verbinden diese mit Erfahrungen in Berufspraktika. Die Schule arbeitet dazu mit zwölf Bildungspartnern (städtische bzw. regionale Unternehmen und Betriebe) eng zusammen.
Das FABER-Projekt findet in den Klassenstufen 7 bis 9 statt. Die Klassenlehrer werden zunächst für die Vermittlung berufsbezogener Kompetenzen weiterqualifiziert. Zu Beginn des Schuljahres entscheiden sich Schüler onlinegestützt für ihre individuellen Kompetenzlernfelder, wie z.B. Zuverlässigkeit, Ausdauer oder Belastbarkeit. Unternehmen und Betriebe melden aus ihrer Sicht ihre Anforderungen bzw. dafür notwendige Kompetenzen zurück. Die Entwicklung der ausgewählten Kompetenzen binden die Lehrer in den Schulalltag mit ein. Im Berufspraktikum (Tages- und Wochenpraktika) erleben die Schüler Anwendungssituationen für das Erlernte. Schüler, Lehrer und Praktikumsbetriebe reflektieren laufend und am Ende über die Entwicklungen im Projekt. So werden im Projekt die drei Teile des Lernens Theorie, Praxis und Erfolg berücksichtigt.
Die Schule wird in dem Projekt vom IfaS Stuttgart (Institut für angewandtes Schulmanagement) beraten. IfaS initiiert den Prozess und begleitet die Schule bei der Einführung, Umsetzung und Auswertung. Die Stiftung fördert die Beratung durch IfaS. Sie ermöglicht so die Startphase von bis zu drei Jahren bis nachhaltige Rahmenbedingungen geschaffen worden sind, wie ausgebildete Lehrer und eingeführte Vorgehensweisen. Das Projekt läuft im Anschluss weiter, die dann sehr viel geringeren Kosten für Beratung können aus eigenen Mitteln oder z.B. vom Förderverein getragen werden.

Fotos: Michael Miethe

Bedarf
Die Wilhelmschule als „Schule der Nationen“ hat in ihrem Schulprofil neben der Integration die Berufsorientierung als Schwerpunkt. Durch die starke Praxisorientierung sind die Schüler motiviert und engagieren sich sehr für ihre persönliche Weiterentwicklung.
Da nicht alle Schüler aus ihrem persönlichen Umfeld berufsbezogene Kompetenzen kennen oder mitbringen, ist eine individuelle und nachhaltige Förderung nötig. Die sichere Ausbildung von sozialen und persönlichen Kompetenzen ist für den weiteren, selbstbestimmten Lebensweg wichtig und bereichernd. Die Schule nimmt sich diesem Thema an und erweitert den Schwerpunkt Berufsorientierung durch „Kompetenz-Entwicklung“.

Ziele
Stärkung der Schüler durch Vermittlung von sozialen und persönlichen Kompetenzen und Werten, dadurch Stärkung der:
i.    Eigenverantwortlichkeit
ii.    Gemeinschaftsfähigkeit
iii.    schulischen Leistung und Berufseignung
Die Wilhelmschüler verlassen motiviert und mit einer guten beruflichen Orientierung ihre Schule. Außerdem werden Lehrer für das Thema sensibilisiert und für die Vermittlung von sozialen und persönlichen Kompetenzen und Werten gestärkt.

Erfolge
Beteiligte sind nach dem ersten Projektjahr vom Projekt sehr überzeugt. Es gibt gute Arbeitsmaterialien und der engere Kontakt zu den Praktikumsbetrieben stärkt die Zusammenarbeit. Schüler sind motiviert, da Ihnen das Projekt die für das Praktikum nötigen Kompetenzen begreifbar macht.
   
Projektträger
Wilhelmschule Kehl

www.wilhelmschule-kehl.de

Beraten durch IfaS - Institut für angewandtes Schulmanagement Stuttgart

www.ifas-faber.de